Backhaus in der Ecke

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Stand: 27.01.2019

(Er-)Neuerungen im Backhaus: Rückblick und Vorausschau

1. Bis zur Jahrtausendwende wurde das Backhaus vorwiegend von den Bewohnerinnen und Bewohnern der umgebenden Häuser "in der Ecke" genutzt. Den Sauerteig fürs Brot und den Hefeteig für herzhafte und süße Blechkuchen kneteten die Frauen, jeweils angeleitet und "geführt" von den erfahrensten: das waren zu der Zeit vor allem Kathi Heidelbach †, Marlies Völker und Reni Kessler, die auch den Backvorgangüberwachten, während ihre Männer (Adolf H., Richard V. und Dieter K.) für Holz und Feuer im Ofen sorgten. Benutzt wurde das Backhaus unregelmäßig für"Eckenfeste", wenn es "in der Ecke" von Bischhausen was zu feiern gab: runde Geburtstage oder Polterabende: dann kam auch schon mal ein halbes Schwein in eine von Manfred Woszczynski aus Gladbeck mitgebrachte Bratwanne. Der Ortsbeirat (Rudi Brocke und später Dieter Kessler) achtete darauf, dass auch für das ganze DorfBackhausfeste veranstaltet wurden. Dank dieser Aktivitäten war das ziemlich herunter gekommene Backhaus 1980 von außen und von innen fachgerecht renoviert worden. Immer mit dabei war einer der damals jungen Männer, Christian Völker.

  
                                 LiseVölker, Emmi Müller, Anneliese Kessler,
                               Marlis Völker: 1976 in Völkers Hof

.2. Dank seines Wissens und Könnens ging die Nutzung des Backhauses in der nächsten Generation weiter, als einige "Bischhäuser Herzbuben" vom Bischhausener Skatclub sich dafür stark machten, die alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Im Jahr 2006 starteten Wolfgang Priester, Christian Völker,Günter Hoos, Volker Reiße (um nur einige zu nennen) das erste Backhausfest in eigener Regie. Die Frauen der Skatbrüder (Karin Priester, Melanie Reiße, Elfi Völker, Martina Hoos u.a.) sorgten im DGH für das Ausformen der Brotlaibe aus angeliefertem Sauerteig und für die Blechkuchen mit Obst-und Schmandbelag und für die herzhaften Varianten mit Speck-/Zwiebelbelag und Pizza. Michael Völker als neuer Besitzer des vormaligen Heidelbachschen Hauses stellte den Platz unter dem langgezogenenVordach bei der früheren Schmiede zur Verfügung. Barbara und Johannes Schaaf als neueBesitzer der Heidelbachschen Liegenschaften gegenüber zogen mit: jetzt konnten die frisch gebackenen Brote im ehemaligen Kälberstall (sonst von Johannes Schaaf als Sommermalwerkstatt genutzt) auslüften. Die anschließenden Freiflächen neben und vor den Garagenschuppen eigneten sich ideal für einen Weinstand und -ganz wichtig- für den Grillwagen, in dem Familie Junghans den beliebten Spießbraten, Bratwürste und Schmalzenbrot anbieten konnte. In die Straßenmitte der Ecke stellten die Skatclubmänner ihr kleines Zelt als Schutz gegen abendliche Kälte und Regen, und mitten auf der danngesperrten Gasse war "in der Ecke" Platz für den Bierpilz, in dessen Schatten der Toilettenwagen gut angeschlossen werden konnte. So waren die Backhausfeste in der Regie des Skatclubs in den letzten Jahren zu einem sehr belebten und beliebten Fest geworden, ein Magnet für viele Besucher aus Bischhausen und den umliegenden Dörfern der Gesamtgemeinde Neuental.

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3 Nicht alle Mitglieder des Skatclubs waren Feuer und Flamme für diesen enormen Aufwand für Vorbereitung, Durchführung und Abbau/Aufräumen. Und so entstand die Idee, die jährlichen Backhausfeste künftig in die Hände eines neuen Vereins zu legen: Im Frühjahr 2018 fanden sich gut 20 Männer und Frauen vor allem mittleren und jüngeren Alters zusammen, um einen neuen Verein für die Bewahrung der alten Tradition zu gründen: die "Eckebäcker" machten sich an die Arbeit.

Für ihr erstes Backhausfest im vergangenen Jahr 2018 setzten die Eckebäcker neue Akzente: ein geräumiges Zelt wurde aufgestellt, passgenau zum Schwalmufer hin zwischen dem Kirchberg und Kunze's Haus, dem ehemaligen Pfarrhaus. Und .Jürgen Völker stellte das fürs Jubiläumsfest 2010 angefertigte Begrüßungsbanner mit der Bischhausener "Skyline" zur Verfügung, dass über den Eingang zur "Festmeile"gespannt wurde.

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Gravierender aber war eine ganz neue Perspektive für das Backhaus selbst: nach mehreren Reparaturmaßnahmen in den vorausgehenden Jahren war jetzt endgültig klar geworden: der Ofen des aus dem Jahr 1795 stammenden Backhauses muss grundlegend erneuert werden. Denn die ins Deckengewölbe eingefügten neuen Ziegelsteine fallen wieder raus, die Grundplatten sind so holprig, dass ein gleichmäßiger Backprozess für die Brote fast unmöglich ist, die Aschenentsorgung und entsprechende Belüftung funktioniert nur noch ungenügend.


Mit Unterstützung des neuen Bürgermeisters Dr. Rottwilm gelang es dem Vorstand der "Eckebäcker", rechtzeitig einen Förderantrag an das Land Hessen zu schicken. Und pünktlich zum Backhausfest kam ein Scheck über 4.995 €, persönlich überbracht vom hessischen Staatssekretär Mark Weinmeister.

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Weil diese Spendensumme bis zum Jahresende abgerufen sein musste, machten sich die Eckebäcker an die Arbeit: an den drei Novembersamstagen wurde der alte Backofen Stein für Stein abgebaut. Dabei entfaltete sich Entdeckerneugier, denn auf den noch gut erhaltenen Ziegelsteinen gibt es den Prägeaufdruck einer Ziegeleifirma aus der Nähe von Meissen, was darauf schließen lässt, das der nun abgerissene Ofen zum Ende des vorvergangenen Jahrhunderts aufgemauert sein dürfte. Einige Sandsteinblöcke wurden beiseite gelegt für den Neuaufbau des Ofens, und viele Ziegelsteine sauber abgeklopft.

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Einige von ihnen wurden als Rasenkante auf der Wiese hinter der Kirche eingelassen,


    

und alles übrige wanderte in denSchuttcontainer.

So verschafften sich die Eckebäcker einen Überblick über den tatsächlichen Renovierungsbedarf und die dafür benötigten Baumaterialien, die sie fristgerecht kaufen und für den späteren Gebrauch einlagern konnten.

4. Der Reingewinn des Backhausfestes und die erfreuliche Spende aus dem Fördertopf "Heimat Hessen" würden nicht ausreichen, um den neuen Ofen zu bauen und die anderen Reparaturen im Mauerwerk des Backhauses zu bezahlen. Deshalb kamen die Eckebäcker auf die Idee, einen Basar zu veranstalten. Sie luden für den letzten Samstag vor dem Advent ein zu einem "Winterzauber-Basar", um der Bischhausener/Neuentaler Bevölkerung Gelegenheit zu geben, sich auf noch andere Weise an der bevorstehenden Renovierung des Backhauses zu beteiligen.  


Um die 150 Besucher haben am 21.November im DGH beieinandergesessen und die leckeren selbstgebackenem Kuchen (gegen Spendenvorauszahlung) genossen oder am frühen Abend sich an Spießbraten, Bier und (Glüh-)Wein gestärkt für die Qual der Wahl. Denn mit viel Liebe und Kreativität hatten die Eckebäcker ein reiches Angebot ausgebreitet mit selbstgemachtem Advents- und Weihnachtsschmuck, Gebäck und anderen Leckereien für die Advents- und Weihnachtszeit.

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Außerdem gab es auch (Und gibt es noch immer!!) roten und weißen "Backhaus"-Wein aus Erich Strohms Weinhandlung in Römersberg mit extra gestaltetem Etikett.

  

 

Der  Erlös all dessen fand Platz in einer geräumigen Spendenbox.

 

5. Der Blick in die Zukunft:

Demnächst stehen noch letzte Abrissarbeiten am Fundament des Ofens an, um den Zustand der Außenmauer des Backhauses auch von innen überprüfen zu können. Ein paar marode Balken müssen ausgewechselt und die angrenzenden Gefache neu ausgemauert werden.

Danach wird der Maurermeister, der schon vor 10 Jahren den Ofen des Backhauses in Schlierbach neu gebaut hat, ans Werk gehen, natürlich unterstützt von den Bischhausener Eckebäckern. Die möchten an dieser Stelle erneut den Schlierbacher Nachbarn sehr herzlich danken dafür, dass sie ihre damaligen Baupläne und die damit verbundenen Erfahrungen so selbstverständlich und nachbarlich nach Bischhausen weiter gegeben haben.

6. Der Termin für das nächste Backhausfest steht schon fest: am 24./25. August ist es so weit. Die Eckebäcker sind zuversichtlich, dass bis dahin der neue Ofen im alten Backhaus einsatzbereit ist.

Bilder und Bericht:Eckebäcker/Johannes Schaaf


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